
Der NordOstLink
Der NordOstLink ist eine Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung (HGÜ) und transportiert künftig große Mengen Windenergie aus der Nordsee und von der Westküste Schleswig-Holsteins bis nach Mecklenburg-Vorpommern und von dort über den SuedOstLink+ weiter in den verbrauchsstarken Süden Deutschlands.Eine der größten Anforderungen an das Energienetz der Zukunft ist die effiziente Nutzung und Verteilung großer Mengen Windstroms von der Nordseeküste. Norddeutschland produziert heute schon Überschüsse an erneuerbarer Energie, die in den Ballungs- und Industriegebieten in Süddeutschland dringend benötigt wird. Damit der Strom effizient, nachfrageorientiert und im Endergebnis günstiger in ganz Deutschland genutzt werden kann, braucht es neue Stromautobahnen wie den NordOstLink.
Der NordOstLink ist eine Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung, die auf rund 190 km den HeideHub im Kreis Dithmarschen mit dem Suchraum Klein Rogahn bei Schwerin verbindet.
Das Vorhaben besteht aus den Gleichstromverbindungen DC31 und DC32 sowie mehreren Offshore-Netzanbindungen, die gebündelt in einer Stammstrecke verlegt werden, und wird entsprechend den gesetzlichen Vorgaben als 525-Kilovolt-Erdkabel geplant. Jedes dieser Gleichstromvorhaben kann bis zu zwei Gigawatt Strom übertragen. Es verlaufen streckenweise bis zu sechs Erdkabel parallel, daher hat der NordOstLink in diesem Bereich eine Übertragungskapazität von bis zu 12 Gigawatt.


Gesetzliche Grundlage
Entsprechend der gesetzlichen Vorgaben wird der NordOstLink als Erdkabel geplant. Das Vorhaben durchquert zwei Bundesländer und verläuft durch die Gebiete der Übertragungsnetzbetreiber TenneT und 50Hertz. Daher realisieren sie das Vorhaben gemeinsam. Für die Genehmigung ist die Bundesnetzagentur zuständig.

Der NordOstLink ist als Vorhaben 81 und 81a sowie in den Vorhaben 81b bis f im Bundesbedarfsplangesetz (BBPlG) enthalten und soll voraussichtlich 2032 in Betrieb gehen. Damit sind die energiewirtschaftliche Notwendigkeit und der vordringliche Bedarf gesetzlich bestätigt.
